Blog
Mein Heilungsweg
Ich habe vor einiger Zeit den Eindruck gewonnen, dass mir Gott aufs Herz gelegt hat, meine Geschichte zu erzählen und diese mit Euch zu teilen. Dies stand für mich in gewisser Weise sehr im Widerspruch zu dem, was ich meiner Meinung nach als Heilerin mit meinen potenziellen Klientinnen und Klienten teilen sollte, da ich mich damit verletzlich zeige. Allerdings stimmt es ja auch. Denn natürlich bin ich ein ganz normaler Mensch, ich bin verletzlich und habe eine Geschichte, die mich auf einen Weg brachte, den wir alle im Leben zu bewältigen haben. Ich bin nicht als Heilerin geboren worden. Erst auf meiner Suche nach Heilung erfuhr ich, dass es überhaupt Heiler gibt und diese genau da ansetzen, wo eine Krankheit entsteht.
Natürlich und wohl genau den Klischees entsprechend, musste ich erst am Tiefpunkt meines Lebens ankommen, um entweder aufzugeben oder mich auf die Suche nach dem Sinn meines Lebens zu begeben. Es folgten Psychotherapie und ein Klinikaufenthalt in einer psychosomatischen Klinik. Weitere Versuche in einem überforderten System einen Psychotherapeuten zu finden scheiterten. Alleingelassen und kraftlos habe ich dann doch noch den Weg zu einem Logotherapeuten gefunden, der mir zumindest gute drei Jahre lang half, weitere wichtige Erkenntnisse zu gewinnen.
Von meiner Freundin inspiriert, fing ich an esoterische Bücher und Bücher zur Lebenshilfe zu lesen, um diese dann geradezu zu verschlingen. Dadurch wurde mir klar, dass ich zwar vieles bereits geahnt habe, aber einfach nicht glauben konnte. Sollte es tatsächlich so viel mehr zwischen Himmel und Erde geben als das, was von uns und für uns in unserer industriell und wissenschaftlich geprägten Welt übriggeblieben ist?
Allerdings!
Auf meinem bisherigen Heilungsweg - der natürlich noch nicht beendet ist und wohl auch nie beendet sein wird -, habe ich so viel gelernt, dass mir immer noch ganz schwindelig ist. Ich musste erkennen, dass meine gesundheitlichen Probleme vor allem dadurch zustande kamen, dass ich nicht (oder nicht mehr) in der Lage war zu Fühlen.
Eigentlich logisch, denn Fühlen lenkt ab, schmerzt meistens und verhindert womöglich, dass man wie gewünscht und wie erforderlich in unserer Welt funktioniert - so der allgemeine und auch mein Glaube.
Des Weiteren liegen unsere Probleme im Unterbewusstsein. Das wird für Psychotherapeuten natürlich keine große Entdeckung sein, aber die wirkliche Tragweite, war mir tatsächlich neu. Die Gefühle, die nicht gefühlt oder zumindest angeschaut werden, landen genau hier: Im Unterbewusstsein. Die Gefühle verblassen vermeintlich, sind aber eben nicht weg. Die Metapher mit dem Eisberg verbildlicht das ganz treffend. Das Unterbewusstsein liegt im Verborgenen unter dem Meeresspiegel und wächst stetig an.
Da ich wenig Geduld habe und Abkürzungen liebe, bin ich rückblickend und aktuell mit der Wahl meines Heilungswegs mehr als zufrieden. Es war zwar durchaus hart, sehr herausfordernd und alles andere als leicht, aber dieser Weg entspricht den Abkürzungen, die ich mir bereits zu Beginn meiner Reise gewünscht hätte. Andererseits könnte ich dann diesen Weg nicht mit den konventionellen Methoden vergleichen und ergänzen, da ich diese dann nicht kennengelernt hätte.
Heute habe ich im christlichen Glauben mein Zuhause gefunden, was mir hilft demütig und dankbar für alles zu sein, was Herausforderungen mir zeigen und mich lehren. Nur durch Herausforderungen kann ich erkennen was wichtig und notwendig ist und nur durch diese wachse ich (mitunter deutlich über mich hinaus). Und je mehr ich im Glauben und Vertrauen wachse, desto mehr und größere Geschenke Gottes darf ich auspacken.
******
Ich möchte betonen, dass ich in diesem Blog ausschließlich meine eigenen Erkenntnisse aufgrund meiner eigenen Erfahrung in meinem eigenen Leben teile.
*****
"Willst Du gesund werden?"
Diese Frage stellte Jesus einem Gelähmten am Teich Bethesda (Joh. 5, 6). Zweifellos eine sehr kontrovers diskutierte und provozierende Frage, oder?